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Vom Recht des Dazugehörens

Festlicher Auftakt der 20. Reutlinger Vesperkirche mit kirchlicher und weltlicher Prominenz „Liebe Sympathisanten der Reutlinger Vesperkirche“,...weiterlesen


Startbereit für die 20. Saison Die Tische und Stühle standen gestern um 11 Uhr schon bereit. Gerade so, als ob die Reutlinger Vesperkirche heute...weiterlesen


Auch für's "i-Dipfele" zuständig


Winfried Herb und die Küche der BruderhausDiakonie beliefern seit 20 Jahren die Reutlinger Vesperkirche mit schmackhaftem Essen
 
Das Zwischenfazit der diesjährigen 20. Ausgabe der Reutlinger Vesperkirche? „The same procedure as every year“, sagt Jörg Mutschler schmunzelnd. Also das Gleiche wie in jedem Jahr? „Ja, mit dem Unterschied, dass hier kein ‚Dinner for one‘ gegeben wird, sondern jeden Tag Essen für mehr als 300 Menschen“, sagt der neue theologische Leiter des besonderen Gasthauses nach rund 1,5 Wochen Betrieb. „Es läuft alles sehr routiniert.“ Genauso sehen es auch die Mitarbeiterinnen, die seit vielen, vielen Jahren dabei sein: „Wir haben ja Teams, die schon seit fast 20 Jahren zusammenarbeiten“, sagt Gertrud Schief.
Und die Gäste? Rund 330 Essen wurden diese Woche täglich ausgegeben. Bei „nur“ 80 Sitzplätzen an den Tischen und 2,5 Stunden Essensausgabe wechselt die Besetzung der Stühle durchschnittlich viermal. „Auch bei den Besuchern ist schon eine gewisse Routine eingekehrt – nicht alle kommen um 12 Uhr, sie wissen ja auch, dass sie danach noch ausreichend zu essen bekommen“, sagt Gisela Braun. Routine auch bei den Mitarbeitern, auch wenn unter den mehr als 200 Ehrenamtlichen immer wieder neue dabei sind: „Die werden sofort gut integriert von den anderen.“ Die Krankheitsausfälle, die es auch immer wieder gibt, würden problemlos ersetzt: „Es gibt immer genug Freiwillige, die kurzfristig einspringen“, betont Gisela Braun als hauptamtliche Kraft in der Vesperkirche. Dass an den Wochenenden der Altersdurchschnitt sinkt, sei eine weitere Beobachtung: „Dann kommen einige, die während der Woche berufstätig sind – das ist auch ein tolles Engagement“, so Braun.
Und Jörg Mutschler, der nun die Rolle von Klaus Kuntz eingenommen hat? „Pfarrer Mutschler ist sehr präsent, er schaut nach den Gästen, sucht das Gespräch“, sagt Gisela Braun. Und das Geld für den Betrieb der Vesperkirche? Reicht das? „Wir werden wohl hinkommen mit den Spenden – sollten ein paar Euro mehr hereinkommen, gehen die ja nicht verloren, sondern werden dann für nächstes Jahr verwendet.“
Ein Mann, der sonst fast nur im Hintergrund tätig ist, ist am vergangenen Mittwoch in der Vesperkirche zu sehen – zusammen mit seinen Kollegen Olaf Niemann und Markus Böhmer gibt Winfried Herb als Küchenchef der BruderhausDiakonie das Essen in der Nikolaikirche aus. Und verziert obendrein den Nachtisch mit einem i-Dipfele, einem Sahnehäubchen. Er erinnert sich noch gut daran, als der Leitungskreis vor der allerersten Vesperkirche 1997 bei ihm anfragte, ob seine Küche das Essen liefern könne. „Das war damals alles a bissle schwammig, mir konnte ja niemand konkrete Zahlen nennen“, sagt Herb heute.
Schließlich fehlten jegliche Erfahrungswerte, „wir haben aber schnell gemerkt, dass wir zusammenpassen“, lächelt der Küchenchef, der eigentlich viel mehr Organisator und Logistiker ist als Koch: Jeden Tag muss seine Küche mehr als 2000 Mahlzeiten liefern, an rund 140 Verteilstellen, „das reicht von einer fünfköpfigen Wohngemeinschaft bis zu zahlreichen Altenheimen“. Die Region, die angefahren wird, reicht dabei vom Ermstal bis in den Schwarzwald hinein. Gekocht wird nach dem „cook-and-chill-Prinzip“ immer einen Tag vorher. „Anders wäre das gar nicht machbar“, so Winfried Herb. Bis zu 350 Essen mehr am Tag für die Vesperkirche erscheinen bei einer Zahl von 2000 fast schon klein. Ganz so ist es aber nicht, denn für die vier Wochen Vesperkirche wird kein zusätzliches Personal eingestellt. „Unsere Leute stehen voll dahinter und sind sehr konzentriert“, sagt der Chefkoch. „Von unseren Mitarbeitern sagen viele, dass sie zur Vesperkirchenzeit nicht fehlen dürfen“, so Herb.
„Ein Stückweit ist unsere Tätigkeit auch Ehrenamt, für uns ist es eine große Freude, dass die Zusammenarbeit jetzt schon 20 Jahre lang funktioniert.“ Herb hält dem Vesperkirchen-Leitungsteam zugute, dass es nie nach anderen Anbietern gesucht hatte. „Billiger geht ja immer“, sagt der Küchenchef. Allerdings ist das Bruderhaus-Küchenteam seit 20 Jahren bestens eingestellt auf die Belieferung der Vesperkirche: Das Essen wird ja nicht nur in passenden Behältern punktgenau per Lkw angeliefert, alles wird auch wieder abgeholt und gespült. Und selbst Nachlieferungen sind kein Problem: „Die Portionen nehmen wir aus den 2000 anderen Essen raus, müssen dann eventuell für die anderen Verteilstellen nachkochen“, so Winfried Herb.
 
 
INFO:
 
Winfried Herb
 
Winfried Herb steht seit 46 Jahren im Beruf des Kochs seinen Mann, seit 35 Jahren ist er Küchenchef bei der BruderhausDiakonie. Die hieß damals allerdings noch Gustav-Werner-Stiftung. Im März 2018 wird Herb in den Ruhestand gehen. „Mit Vesperkirche ist es bei mir dann aber nicht vorbei“, sagt er. Und kündigt damit schon mal an, dass er sich auch weiter ehrenamtlich einbringen will. Das weiß er nämlich jetzt schon. Weil ihm die Reutlinger Vesperkirche eine Herzensangelegenheit ist.
 
(Artikel im GEA am 31. Januar 2017)

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